Einen sehr informativen Nachmittag hat eine Delegation aus Freunden des Störck-Gymnasiums, Kollegen und Schüler*innen der Leistungskurse Wirtschaft vergangenen Dienstag in Altshausen erlebt.
Bei der Firma Stadler konnte man eintauchen in die Welt der hochtechnisierten Mülltrennung. Zunächst gab Inhaber Willi Stadler einen Überblick über die Geschichte des Unternehmens vom ausgehenden 18. Jahrhundert bis zur Gegenwart. Aus einer einfachen Dorfschmiede ist in über 200 Jahren ein Weltmarktführer gewachsen. Die Spezialisierung auf Sortieranlagen sei „für uns ein Glücksgriff gewesen“, sagte Stadler, der den Familienbetrieb in der siebten Generation führt. Während eines kurzen Rundgangs durch die Produktions- und Lagerhallen erklärten Willi Stadler und Bruno Stützle, Leiter der Produktion, die einzelnen Produktionsschritte. „Wir stellen nicht alles selbst her“, erklärte Stützle, „Magnete, Infrarotnaherkenner und Motoren sind klassische Zukaufteile“. Dennoch sei man darauf bedacht, dass „wenigstens 50% einer Anlage auch von uns gefertigt sind“, ergänzte Willi Stadler. Von der Warenanlieferung über die Schweißerei bis hin zu Pulverbeschichtung und Einlagerung konnten viele wesentliche Schritte der Produktion begutachtet werden. „Unsere Anlagen sind modular aufgebaut“, erklärte Stützle. „So können wir aus standardisierten Komponenten sehr individuelle Anlagen bauen“. Das sei wichtig, da überall auf der Welt der Müll unterschiedlich gesammelt werde und es ganz verschiedene Systeme zu bedienen gelte. Je nach Größe einer Sortieranlage werde diese auch erst vor Ort aufgebaut, damit man Logistikkosten spare. Auch über Ausbildungsberufe, Möglichkeiten des Dualen Studiums und Karrierewege wurde informiert und Willi Stadler schloss seinen Vortrag an die Schüler*innen gerichtet: „Wer weiß, vielleicht sehen wir den einen oder die andere ja einmal hier wieder“.







