Artikel aus dem Reutlinger General-Anzeiger vom 12.03.2012:

 

TÜBINGEN. Soeben hat David Pricking den Teilnehmern des Mathematik-Wettbewerbs mitgeteilt, dass in einer Minute Abgabe ist. Zuvor ist der Lehrer, der am Uhland-Gymnasium in Tübingen Mathematik unterrichtet, immer wieder durch die Reihen gegangen, um nach den Teams zu schauen. Diese hatten eine Stunde Zeit, um vier Aufgaben zu bearbeiten. »Man muss zum Teil sehr kreativ sein, um sie zu lösen«, sagt er.
Entschlossen stapelt Michelle Bucher jetzt die Blätter mit den Lösungen ihres Teams und gibt sie ab. »Ich glaube, es gibt einen Trick, den wir nicht kennen«, zieht sie das Fazit. Sie, Cynthia Michalkowski und Kristin Fischer unterstützen Moritz Haas und Nathan Engels. Die beiden wollen ihren Titel aus dem Vorjahr verteidigen.

 

Das Team der Jahrgangsstufe 2, 13. Klasse, kommt vom Isolde-Kurz-Gymnasium in Reutlingen. »Es ist mal was anderes als Schulmathematik. Es sind ganz andere Aufgaben, man muss mehr knobeln«, findet Kristin Fischer. Gerade das mache aber Spaß, sagt Michelle Bucher. Das passt auch zu dem Vorschlag, den sie ihrem Team zehn Minuten vor der Abgabe macht, als es einfach nicht weiterkommt: »Vielleicht müssen wir mal ganz anders an die Aufgabe herangehen«. Um sich vorzubereiten, haben sie sich an einem Mittag getroffen und Übungen gemacht.

 

Starke Münsinger Teams
Seit vielen Jahren gibt es an der Uni Tübingen den »Tag der Mathematik«. In diesem Jahr kamen rund 160 Teilnehmer auf die Morgenstelle, um ihre Fähigkeiten zu zeigen. Zwei Wettbewerbsteile müssen die 38 Mannschaften, die zwischen zwei und fünf Teilnehmer haben, absolvieren. Der anspruchsvolle Wettbewerb ist sehr gefragt, von Bad Saulgau im Süden bis Gerabronn im Norden, die Schüler sind aus dem ganzen Land angereist. Auch das Quenstedt-Gymnasium aus Mössingen stellt eine Mannschaft. Stark vertreten sind das Gymnasium im Bildungszentrum Nord in Reutlingen und das Isolde-Kurz-Gymnasium: Beide haben je zwei Teams nach Tübingen geschickt. Vom Gymnasium Münsingen gingen gleich drei Teams an den Start, und das sehr erfolgreich. Sie belegten die Plätze zwei und drei. Aus Tübinger Schulen nahm kein Team teil.

 

Zwei Drittel aller Teilnehmer sind männlich, ein Drittel ist weiblich. Hoch konzentriert gehen die Teams an die Arbeit. Leises Murmeln kommt von den Rängen. Als Nervennahrung werden die kleinen Schoko-Tafeln, die vorab verteilt wurden, gerne gegessen. Nach dem ersten Wettbewerbsteil, der eine Stunde dauert, diskutieren die Schüler mit ihren Lehrern die Aufgaben, während sie eine kleine Pause machen. »Wir waren nicht Pirat genug, um alles zu lösen«, sagt Andreas Specker aus Albstadt und bleibt dabei sehr gelassen.

 

»Dass die Schüler den ganzen Samstag investieren, zeigt ihr großes Interesse an der Mathematik«, sagt Professor Frank Loose vom Mathematischen Institut. »Es sind richtige Mathe-Cracks unter den Teilnehmern. Für uns sind das potenzielle Studenten. Sie haben ein sehr hohes Niveau und sind in der Schule in den Mathe-Kursen vielleicht etwas unterfordert. Deshalb haben sie das Bedürfnis, sich hier auf einem höheren Niveau zu vergleichen.« Das sei gepaart mit Neugierde und der Frage, wie mathematische Forschung heute aussehe.

 

Die Schüler kommen auch auf die Morgenstelle, um sich zu informieren, was man als Mathematiker heute alles machen kann. »Das Berufsfeld hat sich verändert«, so Loose. Passend dazu war der Vortrag von Bernhard Hein, der bei der Unternehmensberatung Ernst und Young arbeitet: »Modellierung von Finanzrisiken - Ein Mathematiker erzählt aus seinem Beruf«. (GEA)


Die Sieger-Teams des Mathe-Wettbewerbs

1. Platz: Gymnasium Gerabronn (Team 1).

2. Platz: Gymnasium Münsingen (Team 3): Martin Cogiel, Simon Guist, Bernhard Lang, Katharina Kiraly. 3. Platz: Gymnasium Münsingen (Team 1): Damaris Brandt, Simon Leyhr, Yuri Bechthold, Verena Reiche, Benjamin Schöll. 4. Platz: Störck-Gymnasium Bad Saulgau. 5. Platz: BZN-Gymnasium Reutlingen (Team 1): Helen Blum, Christina Heim, Michael Hirt, Lasse Wulff. (raw)

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