Am 30. April 2013 verbrachte die Klasse 5b, verstärkt durch zwei Schüler der Klasse 9, ihren Projekttag bei unserem Bildungspartner ALBA. Schon die Wanderung dorthin war für manch einen eine Herausforderung. Dort angekommen, wurden wir vom Produktionsleiter, Herrn Brugger, empfangen. Er erzählte von den Anfängen der Firma ALBA in Bad Saulgau. Dann ging’s zur Betriebsbesichtigung. Was wir dort erlebt haben, fassen Yeliz Yaylaci, Klasse 5b und Michelle Boschmann, Klasse 9 zusammen.
Ein Tag im Leben eines „Recyclingbibers“
Hallo, ich bin Freddy. Ich lebe auf der Müllhalde ALBA Oberschwaben in Bad Saulgau. Die Menschen nennen mich dort fast liebevoll „Recyclingbiber“. Es gibt insgesamt 3 Müllsammelanlagen in Oberschwaben. Die kleinste in Friedrichshafen, die mittlere in Laupheim und die größte in Bad Saulgau. Was ist denn da oben los? Ich flitze schnell hin. Aha, hier sortieren die Mitarbeiter den Müll in die Kategorien: Papier, Flaschen, Tüten... Der große Berg da hinten, das ist der Müll eines Tages: 150 Tonnen! Das ist echt viel. Nachdem der Müll sortiert ist, wird er zu riesigen Ballen gewickelt. Die Ballen sind meistens viereckig und soooo groß. Die wertvollsten unter ihnen sind die PET- Ballen. Wisst ihr, was die Menschen daraus machen? Neue Plastikteile für Autos und sogar Stoffe für eure Pullover. Hättet ihr das gedacht? Manchmal habe ich auch Angst, dass ich mich verirre zwischen den riesigen Dingern. Die Menschen sagen auch, dass es hier fürchterlich stinke, aber ich habe mich daran gewöhnt. Jeden Tag sehe ich die Menschen, wie sie an den riesigen Maschinen arbeiten. Der Lärm macht mir Angst. Trotzdem liebe ich mein Heim. Und ich finde, dass ich sinnvolle Arbeit leiste. Ich esse meistens den Restmüll. Damit helfe ich den Boden etwas zu säubern. Wenn ihr mich fragt, muss ich sagen: Naja, ich jedenfalls bin glücklich hier.
(Yeliz Yaylaci)
Entdeckungsreise ALBA
Was passiert mit unserem Müll?
Die Müllrecyclinganlage ALBA riecht man schon von weitem. Sobald man ankommt, sieht man Ballen aus gepresstem Müll. Am Anfang unserer Exkursion gingen wir zwischen Müllhaufen, Maschinen und Fließbändern. Mal ging es Treppen rauf, dann wieder nach unten zwischen unzähligen Fließbändern. Eine große Trommel mit Müll drehte sich unablässig wie eine Schleuder. Unter uns liefen Fließbänder an Magneten vorbei, die Dosen und anderes Metall herausfischten. Überall klapperte und ratterte es. Der Lärm war groß. Ein paar Schritte weiter ging es in einen Raum, in dem Arbeiter alles aus Plastik vom Fließband nahmen und in Schächte warfen. Diese Schächte führten zu weiteren Fließbändern, auf denen dann nur bestimmte aussortierte Materialien landeten. Am Ende werden dann die sortierten Materialien zusammengepresst zu Müllballen und zu Ballen mit wieder verwertbarem Material, wie zum Beispiel PET-Flaschen. Diese Ballen gehen dann an andere Unternehmen, die diesen Müll zu neuen Gegenständen verarbeiten können. Viele der PET Flaschen gehen nach China. Dort verarbeiten sie die Chinesen u.a. zu Fleece- Stoffen. Ob deine Fleece- Jacke wohl ursprünglich eine PET Flasche war? So, jetzt weißt du es. Genau das passiert mit unserem Müll!
(Michelle Boschmann)

















