Störck-Gymnasium beteiligt sich am Comenius Projekt der Europäischen Union
Als der böhmische Philosoph und Theologe Johann Comenius im 17. Jahrhundert an ganzheitliche Bildung dachte, die Menschen in ihrer Vielschichtigkeit versteht und ernst nimmt, war ihm mit Sicherheit noch nicht bewusst, wie wertvoll seine Gedanken einmal für das Zusammenwachsen Europas werden würden. Gut 300 Jahre später hat die Europäische Union ihr breit angelegtes Programm zur Zusammenarbeit von Schulen und zur Förderung der Mobilität von Lehrern und Schülern nach ihm benannt. Ab diesem Schuljahr wird auch das Störck-Gymnasium am Comenius Projekt teilnehmen. In Kooperation mit dem Instituto Eduardo Linares Lumeras im spanischen Molina de Segura wurde nun ein deutsch-spanischer Austausch ins Leben gerufen. Ende Juni wird zunächst eine Gruppe junger spanischer Schüler nach Bad Saulgau reisen, ein Gegenbesuch von Emilie Groß, Elena Weisser, Victoria Schmid, Maximilian Knaak (alle Klasse 9) sowie der Zehntklässler Nina Geiger, Emilie Aurich, Lara Binder, Lena Hofstetter, Ayhan Sanli und Lucy Haag wird im Oktober stattfinden, weitere Begegnungen sind geplant. Die Schülerinnen und Schülern werden die im Austausch gewonnenen Eindrücke schließlich künstlerisch umsetzen und in einer Ausstellung der Öffentlichkeit präsentieren. Dabei steht der Themenkomplex „Wasser“ als Grundlage allen Lebens im Vordergrund. Die wasserreiche Region Oberschwaben wird hierbei der wasserarmen Region Murcia kontrastiv gegenübergestellt und geographische und klimatische Besonderheiten der Region visualisiert. Fachlich begleitet wird das Projekt von den Spanisch-Lehrerinnen Katharina Kenst und Ruth Utecht, Ansgar Boenke und Volker Braig werden die musische-künstlerische Umsetzung betreuen. Auch ein umfangreicher Projektkatalog wird erstellt, der die erzielten Ergebnisse dokumentiert. Gefördert wird das Comenius Projekt von der Europäischen Union und dem Pädagogischen Austauschdienst der Kultusministerkonferenz. „Wir freuen uns auf die Begegnung mit den spanischen Schülern und Kollegen und hoffen auf viele positive Eindrücke und eine langjährige Partnerschaft“, so Initiatorin Katharina Kenst. Oder wie sagte einst ein gewisser Johann Comenius: Vieles erfragen, behalten, lehren ist das Geheimnis der Gelehrsamkeit.








